Als Newcomer in der Choreografieszene und ehemaliger Schüler der Tanzschule der Opéra national de Paris erforscht Anatole Hossenlopp mit seiner neuen Kreation „Pas perdus“ – in Anlehnung an den gleichnamigen Raum, den man in öffentlichen Gebäuden findet – jene Momente, die in unserem Alltag wie in der Schwebe verharren. In diesem Durchgangsraum angesiedelt, inszeniert das Stück Körper, die im Fluss gefangen sind, aus dem manchmal ein Blick, eine Geste oder eine Berührung hervorbricht, die die Zeit anzuhalten scheint. Begleitet von der Jazzmusik des „Köln Concert“ von Keith Jarrett, einem der größten Pianisten und Improvisatoren der Geschichte, spielt die Aufführung mit rhythmischen Variationen zwischen Bewegung und Stillstand, Anspannung und Entspannung. Der Tanz entfaltet diese Mikromomente – einen Atemzug, eine Berührung –, um ihre sinnliche Tiefe zu offenbaren. „Pas perdus“ hinterfragt unser Verhältnis zur Zeit und unterstreicht die Kraft menschlicher Verbundenheit. Nicht zu vergessen, dass sich unsere Menschlichkeit gerade in diesen zerbrechlichen und wesentlichen Augenblicken voll und ganz manifestiert.^ Ab 8 Jahren.
Wie kann ich kommen?