Auf ihren Spitzenschuhen stehend lassen zehn Tänzerinnen langsam, aber sicher die Konventionen des klassischen Balletts zerbrechen. In Anlehnung an das Solo, das ihr den Durchbruch (Hatched) auf der internationalen Bühne bescherte, präsentiert die Südafrikanerin Mamela Nyamza ein bezauberndes Gruppenstück. Zwar lehnen sich die ersten Töne von „Hatched Ensemble“ an Camille Saint-Saëns’ „Der Schwan“ an, und die Tänzer in weißen Röcken mit seltsamen, hervorstehenden Verzweigungen stehen dem Publikum den Rücken zu – doch dies dient nur dazu, uns umso mehr zu überraschen. Das langsame Schwingen der Körper gerät mit dem Eintreffen eines Musikers und einer Sängerin aus dem Gleichgewicht, die die kleine Truppe wecken, ihr ermöglichen, Konventionen zu durchbrechen und traditionelle Tänze und Gesänge entstehen zu lassen, die Gesten, Körper und Geschlechter befreien. Die künstlerische Verschmelzung erstrahlt daraufhin in Rot und menschlicher Wärme … mitreißend!
Wie kann ich kommen?