Im Jahr 2028 wird der 200. Geburtstag von Adolphe Blanc gefeiert. Wer erinnert sich noch an diesen Geiger, der unter dem Zweiten Kaiserreich doch sehr im Rampenlicht stand? Dass er in Vergessenheit geraten ist, liegt vor allem daran, dass er der Kammermusik den Vorzug gab – in einer Zeit, in der man ausschließlich auf die Oper schwor. Sein Septett zeichnet sich durch eine elegante und lebhafte Romantik aus, die – nicht zuletzt dank der Klarinette – an die eines Carl Maria von Weber erinnern könnte. Dieses reizvolle Stück passt hervorragend zum Septett von Beethoven, dessen Besetzung es aufgreift.
Eine ebenfalls sehr ansprechende Partitur, das Werk eines brillanten jungen Musikers, der vom Wiener Publikum verehrt wurde und dessen Stil sich deutlich von der Dichte unterscheidet, die in den zwanzig Jahre später entstandenen Streichquartetten oder Klaviersonaten vorherrschen wird.
Wie kann ich kommen?