Aurélie Jouanen wurde auf Vorschlag von Bérénice Saliou, der Direktorin des Frac Champagne-Ardenne, eingeladen, den Raum „Dégrés Est“ zu gestalten, der Künstler*innen aus der Region Grand Est gewidmet ist.
Aurélie Jouanen, die 2022 ihr Studium an der École Boulle und an der École des Beaux-Arts in Reims abschloss, setzt sich mithilfe der Medien Malerei, Performance, Installation und Druckgrafik mit Machtverhältnissen und sozialer Gewalt auseinander. Mit ihrem Fokus auf den Aufstieg sicherheitspolitischer Maßnahmen rückt die Künstlerin Figuren ins Rampenlicht, die üblicherweise unsichtbar bleiben. Im Frac Lorraine präsentiert die Künstlerin eine Gemäldeserie, die sich den Gesten von Sicherheitskräften widmet und dabei das Medium der Malerei nutzt, das historisch mit Macht assoziiert wird. Indem sie Porträts von Figuren schafft, die gewöhnlich im Schatten stehen, hinterfragt die Künstlerin die Ambivalenz der Kulturwelt, die zugleich Instrument der Herrschaft und möglicher Raum der Emanzipation ist.
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