Im 18. Jahrhundert inspirierte die Jungfrau Maria die Komponisten zu gegensätzlichen Gefühlsausbrüchen, von der Freude der Geburt Christi bis zum Schmerz der Kreuzigung. In Neapel entwickelte sich die geistliche Musik zu einem mitreißenden, fast opernhaften Drama.
Unter diesen Stimmen stach die von Johann Adolf Hasse, dem Ehemann der göttlichen Faustina Bordoni, durch Motetten hervor, in denen die Lyrik ungeahnte Höhen erreichte. Doch erst das „Stabat Mater“ von Pergolesi, das er in der Eile seines frühen Todes verfasste, erreicht eine erschütternde Reinheit. Unter der Leitung von Florent Albrecht offenbaren Sandrine Piau und Stéphanie d’Oustrac dessen ganze tragische Anmut.
Wie kann ich kommen?