„Musas“ ist eine Konzert-Performance an der Schnittstelle zwischen Solokonzert, Performance und bildender Kunst. Allein auf der Bühne entfaltet Hélène Escriva eine einfühlsame Arbeit mit Atem, Stimme und Körper, bei der ihre Instrumente – das Euphonium und die Basstrompete – zu regelrechten Erzählträgern werden. An ihrer Seite wirkt der Bühnenbildner Félix Rigollot als diskreter Komplize. Das Programm, das vom Barock bis hin zu zeitgenössischen und elektroakustischen Stücken reicht, begleitet frei die weiblichen Figuren – mythologische, malerische, marginalisierte oder anonyme –, die wie so viele bleibende Präsenzen vorbeiziehen. Die als Palimpsest konzipierte Bühnenbildgestaltung setzt sich im Laufe der Vorstellung neu zusammen und lässt Schichten aus Bildern und Licht in einem ständigen Dialog mit dem Klang zum Vorschein kommen. „musas“ entwirft eine freie und immersive Form, in der Orientierungspunkte ins Wanken geraten und das Hören neu erfunden wird.
Wie kann ich kommen?