Haydn und Mozart verband gegenseitige Bewunderung.
Vom Ersteren präsentiert der Schweizer Dirigent Marc Leroy-Calatayud die Sinfonie Nr. 55, die aufgrund eines erstaunlichen (und sehr eindringlichen) Adagios posthum den Untertitel „Der Schulmeister“ erhielt. Vom göttlichen Amadeus bringen Claire Le Boulanger und Manon Louis, Solistinnen des Orchestre national de Metz Grand Est, das wundersame Konzert für Flöte und Harfe zum Strahlen. Doch diese beiden Giganten des 18. Jahrhunderts dürfen die großen Komponistinnen der Klassik und der Frühromantik nicht in den Schatten stellen. Maria Theresia von Paradis, die seit ihrer Kindheit blind war (und der Mozart sein Klavierkonzert Nr. 18 widmete), hinterlässt uns eine lebendige und anmutige Musik. Ebenso war die Französin Sophie Gail eine der beliebtesten Opernkomponistinnen im Paris des 19. Jahrhunderts. Wunderschöne und unverzichtbare Wiederentdeckungen.
Wie kann ich kommen?