Karlheinz Stockhausen komponierte 1996 „HELIKOPTER“, ein revolutionäres Werk für Streichquartett und vier fliegende Hubschrauber, in dem sich das Geräusch der Rotoren auf fulminante Weise mit den Noten vermischt. Obwohl Angelin Preljocaj, eine der herausragenden Persönlichkeiten des französischen Tanzes, diese Partitur bei ihrer Entdeckung zunächst für unaufführbar hält, macht er sich dieses bedeutende Werk der zeitgenössischen Musik zu eigen und schafft ein Stück für sechs Tänzer, das sich durch reine, präzise und engagierte Gestik auszeichnet. Stets die Grenzen des Unmöglichen zu verschieben – das ist es auch, was diese beiden Künstler verbindet, wie man in einem Videointerview erfährt. Diese Wiederaufnahme, vierundzwanzig Jahre nach der Uraufführung, zeugt von der Kühnheit des Choreografen. Die musikalische Gestaltung seines neuesten Stücks, LICHT, vertraut er übrigens dem weltberühmten DJ und Aushängeschild des French Touch, Laurent Garnier, an. Zusammen verleihen sie den zwölf Tänzerinnen und Tänzern neuen Schwung, wie ein leuchtender Hauch von Freiheit. Die Körper sind ausladender. Die Bewegungen sinnlicher. Ein sonniges Strahlen, das auf die Bühne und die farbenfrohen Kostüme trifft, durchflutet den gesamten Saal und reißt das Publikum mit. Indem er den Großvater der Elektro-Musik und einen ihrer größten Botschafter in einem einzigen, umwerfenden Programm vereint, eröffnet Angelin Preljocaj einen Dialog zwischen Repertoire und Kreation und beschert uns einen sinnlichen und emotionalen Abend von seltener Kraft. Ab 16 Jahren.
Wie kann ich kommen?