Die Pari sind weibliche Wesen aus der persischen Mythologie, vergleichbar mit Feen. Als geflügelte Wesen von außergewöhnlicher Schönheit verfügen sie über übernatürliche Kräfte und beherrschen die Kunst der Verwandlung. Ursprünglich wurden sie mit dunklen Mächten in Verbindung gebracht, doch im Laufe der Zeit haben sie sich zu leuchtenden Gestalten der persischen Folklore entwickelt. Pari-Banu ist eines dieser Wesen. In der modernen westlichen Vorstellungswelt auf die Rolle einer passiven Schönheit reduziert, die gerettet werden muss, findet sie in dieser Aufführung die Größe und Kraft ihres ursprünglichen Wesens wieder.
Entstanden aus der Begegnung von Künstler*innen unterschiedlichster Herkunft, ist „Pari-Banu“ eine Aufführung, die Musik, Tanz und Video in einer lebendigen und sich ständig weiterentwickelnden Form vereint. Zwischen Choreografie und Improvisation verschwimmen die Grenzen und machen Platz für einen Raum des Austauschs, der von Kulturen, Erinnerungen und Vorstellungswelten durchzogen ist. Dieser Raum würdigt die unsichtbar gemachte Kraft der Frauen sowohl in den Erzählungen, die unsere Vorstellungswelt prägen, als auch in den heutigen Gesellschaften – nicht ohne Bezug zur Protestbewegung „Zan, Zendegi, Azadi“ (Frau, Leben, Freiheit).
Musik: Aurélien Sauer, Edgar Girtain, Areski Belkacem, Iva Bittovà
Choreografie: Nina Faramarzi (Compagnie Atash)
Video: Marie-Anne Baquet (Marigold scénographie)
Externe Perspektive: Eva Pageix
mit:
Aurélien Sauer, Bratsche, Gesang
Nina Faramarzi, Tanz, Tanbur
Jitka Šterbáková, Gesang, Keyboards, Percussion
Marie Dubus, Gesang, Flöte, Gitarre
Corrado Lotta, Gitarre
Bühnenbild: Marie-Anne Bacquet
Kostüme: Anne-Catherine Lejeal
Licht: Raphaël Siefert
Ton: Baptiste Bruzi
Mit Unterstützung von:
Straßburg, Stadt und Eurometropole
Maison de la Musique Contemporaine
Western Colorado University
Produktion:
Trois Sept et Art
Classic Metz’ival
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