Tanz – HOMERE: Homöomnesie und Bewegungsgedächtnis
19. Dezember 2026
METZ
Le Centre Pompidou-Metz Parvis des Droits-de-l'Homme
DR - source Ville de Metz
HOMERE: Homöomnesie und Bewegungsgedächtnis: Eine Längsschnittstudie zur gestischen Reaktivierung
Von Edem Allado, Arzt, Forscher und Künstler
Was wäre, wenn eine Geste ein ganzes Leben durchziehen könnte? HOMERE wurde anlässlich des Vortrags von Edem Allado und Madeleine Planeix-Crocker am 8. Oktober 2026 vorgestellt und ist ein von Edem Allado konzipiertes und geleitetes Forschungs- und Kreativprojekt an der Schnittstelle von Tanz, Musik und klinischer Forschung. Das Prinzip ist einfach: Zehn Jahre lang wird dieselbe Geste Jahr für Jahr aus dem Gedächtnis wiederbelebt, um zu beobachten, wie Zeit, Körper und Erfahrung sie verändern. Eine Etappe dieses langfristigen Forschungsprojekts wird in der Wrong Gallery im Rahmen von „Dimanche sans fin“ präsentiert. Als Fortsetzung der Entdeckung der Installation im „Grande Nef“ gewährt diese Veranstaltung der Öffentlichkeit ausnahmsweise Einblick in einen Forschungsprozess, der üblicherweise hinter verschlossenen Türen stattfindet. Mehr als eine Tanzaufführung gewährt sie Einblick in den Forschungsprozess selbst. Auf der Bühne begegnet die Tänzerin der Musik erneut und versucht, die ursprüngliche Choreografie ohne Hilfsmittel und ohne vorherige Probe wieder aufleben zu lassen. Zwischen Beständigkeit und Veränderung wird die Geste zum Ort, an dem sich die Veränderungen des Gedächtnisses offenbaren. Das Publikum ist somit eingeladen, einen Moment mitzuerleben, in dem die Recherche sichtbar wird, und zwar rund um eine Frage: Was macht einen Augenblick zu einer Erinnerung?
Wie kann ich kommen?